Die Satzung als Download.

Die Stiftungsstrategie

Stiftungszweck

Stiftungszweck ist gemäß Satzung

„… die Förderung der Wissenschaft und Forschung, der Bildung und Erziehung sowie des Heimatgedankens bezogen auf den Raum Westfalen. In den genannten Förderbereichen soll die Stiftung das Subsidiaritätsprinzip durch Forschung, Umsetzung und Vermittlung fördern. …“

Kern des Stiftungszwecks ist nach dem Willen des Stifters demnach die Förderung des Subsidiaritätsprinzips auf den drei in Satz 1
genannten gemeinnützigen Gebieten. Das Subsidiaritätsprinzip ist für den Stifter wesentliches Handlungs- und Organisationsprinzip
menschlichen Zusammenlebens.

Es erwartet, dass

„… Aufgaben nur dann auf eine übergeordnete Gemeinschaft übertragen werden können, wenn die untergeordnete Gemeinschaft sie nicht mehr zu erfüllen vermag.“

Strategieprinzipien

Aus diesen vom Stifter festgelegten Grundsätzen der Satzung hat die Stiftung ihre Strategie nach den folgenden Prinzipien entwickelt:

  • Mit einem klaren Fokus wollen wir nachhaltige Effekte erzielen und uns daher auf wenige Projekte konzentrieren, die langfristig angelegt sind
  • Wir achten auf Wirksamkeit und agieren nur auf Feldern mit aktuellem Handlungsbedarf
  • Wir suchen Projekte mit Hebelwirkung, bei denen sich unsere Impulse multiplizieren und wir mit unseren Ressourcen den größten Effekt erzielen
  • Für alle Projekte suchen wir grundsätzlich Kooperationspartner für eine gemeinschaftliche Finanzierung und Umsetzung

Arbeitsweise der Stiftung

  • Als operative Stiftung betreiben oder steuern wir die Umsetzung von Projekten. Wir sind daher mehr als nur Finanzierer
  • Dabei realisieren wir nicht alle Projekte allein mit dem eigenen Team, sondern kaufen bei Bedarf auch Leistungen ein (make or buy)
  • In ausgewählten Fällen können wir andere gemeinnützige Einrichtungen durch eine finanzielle Zuwendung fördern

Strategieziel

Indem die Stiftung also ihren Satzungsauftrag erfüllt und sich strategisch auf die Förderung der „untergeordneten Gemeinschaft“ konzentriert, leistet sie einen Beitrag zur Bildung und dem Erhalt subsidiärer Strukturen. Mit der Förderung dieser Ebene wird die Eigenverantwortung der handelnden Personen gestärkt. Zu dieser untergeordneten Gemeinschaft zählt die Stiftung alle Initiativen, Körperschaften, Einrichtungen etc., die das bürgerschaftliche Engagement verkörpern bzw. Aufgaben auf unterer Ebene erfüllen, die die Stiftung im subsidiären Sinne – z.B. ausgestaltet als Hilfe zur Selbsthilfe – für sinnvoll erachtet.
Strategieziel der Stiftung ist die Förderung subsidiären bürgerschaftlichen Engagements und subsidiärer Strukturen auf unterer Ebene.

Zielgruppen

Zielgruppen sind bürgerschaftlich engagierte Ehren- und Hauptamtliche sowie Akteure in Kommunen. Ebenso zählen wir zu den Zielgruppen ein Fachpublikum aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Regionaler Bezug

Satzungsgemäß soll „… der Schwerpunkt der geförderten Projekte … in Westfalen liegen.“ In diesem Sinne wird die Stiftung ihre Projekte nicht begrenzen, sondern dort, wo es sinnvoll ist, auch überregional agieren.

Gelebte Subsidiarität

Bei der operativen Umsetzung der Stiftungsstrategie werden die Tätigkeiten und Projekte der Stiftung als gelebte Subsidiarität in die folgenden drei Bereiche eingeteilt:

Forschung & Wissenschaft

„Im Förderbereich Forschung und Wissenschaft sollen Projekte umgesetzt werden, die das Subsidiaritätsprinzip als Organisationsprinzip umsetzen und zur Stärkung von Eigenverantwortung beitragen. Hierbei soll eine Konzentration auf die regionalen und kommunalen Organisationsebenen in Westfalen-Lippe erfolgen.“

Blickpunkt Subsidiarität

Unter dem Titel Blickpunkt Subsidiarität möchte die Stiftung in enger Abstimmung mit Forschung und Lehre Desiderate ausfindig machen, die diesem Auftrag entsprechen. Ein Schwerpunkt soll hierbei auf aktuellen gesellschaftspolitischen und soziologischen Themen liegen. Nach Möglichkeitsoll alle zwei Jahre eine geförderte Arbeit in der Schriftenreihe der Stiftung publiziert werden. Damit werden gesellschaftspolitisch relevante Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bildung & Erziehung

„Im Förderbereich Bildung und Erziehung sollen didaktische Modelle zur Vermittlung und Verbreitung des Subsidiaritätsgedankens ermittelt, erprobt und umgesetzt werden.“

Westfalen-Akademie

Unter dem Namen Westfalen-Akademie bietet die Stiftung mit Kooperationspartnern ein trägerübergreifendes Aus- und Weiterbildungsangebot zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements an. Damit soll die Handlungskompetenz der Zielgruppen gestärkt und verbreitert werden. Ihr persönliches Engagement wird damit wirkungsvoll erleichtert und gesichert.

Fachqualifikationen

Im Bildungsbereich sollen außerdem Fachqualifikationen gefördert werden, die individuell mit ausgewählten Trägern konzeptioniert und vereinbart werden. Ziel ist auch in diesem Bereich, bestimmte Berufsgruppen und Ehrenamtliche über ihre fachliche Ausbildung hinaus so zu qualifizieren, dass sie ihren Einsatz subsidiär als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen und vermitteln können. Damit sollen die ihnen anvertrauten Personen wirkungsvoll gestärkt und befähigt werden, eigenverantwortlich zu agieren.

Heimatpflege

„Im Förderbereich Heimatpflege soll die Stiftung das Heimatgefühl auf die Verbundenheit zur Region Westfalen fördern (emotionale Ebene) sowie die regionale Identität und Bedeutung Westfalens innerhalb der föderativen Strukturen der BRD/EU mit dem Ziel stärken, für den Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraum die Option einer selbständigen Region innerhalb der EU offen zu halten (rationale Ebene).“

Werkstatt Westfalen

Der Stiftung wird hier vom Stifter im Wesentlichen eine unterstützende Rolle zugeschrieben. Unter dem Namen Werkstatt Westfalen subsumiert die Stiftung ihre Aktivitäten in diesem Förderbereich. Einerseits würdigt sie herausragende Verdienste durch Engagement-Wettbewerbe und trägt andererseits zur Kulturarbeit in Westfalen durch unterstützende Leistungen und Projekte bei. Damit werden best-practice-Beispiele im bürgerschaftlichen Engagement in Westfalen der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht und der gesellschaftliche Zusammenhalt (Gemeinwohl) durch Kulturarbeit gestärkt.