Schüler organisieren eigenen ZukunftsGipfel in Detmold
Schüler organisieren eigenen ZukunftsGipfel in Detmold
SchülerZukunftsGipfel am Grabbe-Gymnasium verbindet Klimaschutz, Berufsorientierung und Eigeninitiative
Detmold, 8. Oktober 2026. Wie lassen sich Klimaschutz und berufliche Zukunft miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler bei der ersten SchülerZukunftsKonferenz am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold. Dabei übernahmen die Jugendlichen selbst die Organisation und Gestaltung des Programms: Die Schülervertretung (SV) mit den Schülersprechern Clara Wessel und Roux Kowarsch plante und moderierte die Veranstaltung, während die Technik-AG für Licht, Ton und Kamera verantwortlich war.
Die SchülerZukunftsGipfel bieten Zukunftsbildung von Schülern für Schüler. Initiator und Urheber des Veranstaltungsformats ist Markus Tenkhoff, Geschäftsführer der Agentur GetPeople. Die Agentur entwickelte gemeinsam mit der Schülervertretung das Konzept und Programm, unterstützte bei der Gewinnung der Gesprächspartner und begleitete die technische Umsetzung. Die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl förderte die Veranstaltung.
Christoph Dammermann, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, startete die Veranstaltung mit einem Appell: „Seid der Pilot eures Lebens, nicht der Passagier!“ In einem vorab aufgezeichneten Interview kam zudem Detmolds Bürgermeister Frank Hilker zu Wort. Schülersprecher Roux Kowarsch hatte das Gespräch eigenständig organisiert und geführt, da der Bürgermeister am Veranstaltungstag verhindert war.
Im Mittelpunkt standen die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Berufsorientierung. In einer von der Schülervertretung entwickelten Talkrunde diskutierten sechs Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 8 bis Q2 über ihre beruflichen Vorstellungen und Perspektiven in der Arbeitswelt. Dabei ging es unter anderem um Pädagogik, Eventplanung, Tiermedizin, Polizei, Politik und ein duales Studium der Elektrotechnik. Zur Sprache kam auch die Rolle künstlicher Intelligenz: Sie könne als Werkzeug dienen, Fachwissen und der Blick auf größere Zusammenhänge müssten aber beim Menschen bleiben.
Weitere Einblicke in unterschiedliche berufliche Werdegänge und Tätigkeitsfelder gaben Ingo Gerstmann, der vom Chirurgen zum Stationsleiter in der Antarktis wurde, und Dr. Klaus Grosfeld vom Alfred-Wegener-Institut, der über seine Arbeit in der Klimaforschung berichtete. Patrick Kludt von Nature Post schilderte seinen Weg über einen Au-pair-Aufenthalt und eine Weltreise zur Unternehmensgründung. Iken Draeger erläuterte, wie sich Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Berufsfeldern verankern lässt und was sogenannte „Green Jobs“ auszeichnet. Olrik Meyer stellte das Ziel des Kreises Lippe vor, bis 2040 klimarobust zu werden.
Die Stiftung Westfalen-Initiative möchte auch weiteren Schulen und Städten in Westfalen die Durchführung eines SchülerZukunftsGipfels ermöglichen. Interessierte Schulen und Kooperationspartner können sich gerne an Lars Kiesling wenden.