World Café bringt Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen

Europäische Jugendliche aus verschiedenen Ländern beim World-Café anlässlich der Friedenspreisverleihung an das Jugendnetzwerk "socioMovens" (Foto: Johannes Ueberfeldt).

Junge Menschen machen Frieden zu ihrer Sache

World Café „Giving Europe a Soul“ bringt anlässlich der Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern in Münster zusammen

Münster, 1. Oktober 2026. Wie kann Frieden in Europa gelebt werden? Wie stärkt man gesellschaftlichen Zusammenhalt? Darüber haben sich junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern beim World Café „Giving Europe a Soul“ in der Bezirksregierung Münster ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen persönliche Begegnungen, unterschiedliche Erfahrungen und die Frage, welchen Beitrag sie selbst dazu leisten können. Das Dialogformat fand im Rahmenprogramm des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens 2026 statt und wurde mit Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost und der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl (SWI) umgesetzt. Die Veranstaltung rückte insbesondere den diesjährigen Jugendpreisträger socioMovens in den Fokus.

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird alle zwei Jahre von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) an Institutionen oder bedeutende Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft sowie an einen Jugendpreisträger vergeben. In diesem Jahr erhielt das europäische Jugendnetzwerk „socioMovens – Giving Europe a Soul“ für sein Engagement für Begegnung, soziale Verantwortung und europäischen Zusammenhalt die Auszeichnung. In Projektwochen und Bildungsangeboten bringt das Netzwerk junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen, um sich gemeinsam mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen und dabei unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.

Am World Café nahmen 18 Jugendliche von socioMovens sowie eine Gruppe von 15 ukrainischen Jugendlichen teil. Zu Gast waren außerdem Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Münster. An mehreren Dialogtischen berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen. Auf Englisch diskutierten sie über Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und darüber, was Menschen über Ländergrenzen hinweg miteinander verbindet.

„Wir als Stiftung wollen Menschen darin bestärken, Dinge selbst in die Hand zu nehmen – nicht nur im eigenen Leben, sondern auch, wenn es darum geht, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Das heutige World Café tut genau das: Es bringt Bürgerinnen und Bürger aller Generationen aus ganz Europa zusammen, um über Frieden und internationale Verständigung zu sprechen und Antworten auf die Frage zu finden, wie jede und jeder Einzelne und wir alle gemeinsam dazu beitragen können“, sagte SWI-Geschäftsführer Christoph Dammermann. Auch Regierungspräsident Andreas Bothe würdigte das Engagement der internationalen Jugendlichen.

Im Anschluss an den Austausch verfolgten die Jugendlichen gemeinsam die Liveübertragung der Preisverleihung im Historischen Rathaus. Drei Jugendliche empfingen den Jugendpreis stellvertretend für socioMovens. NATO-Generalsekretär Mark Rutte nahm die Friedensauszeichnung stellvertretend für die NATO entgegen.

Wie sehr Frieden auf gemeinsame Verantwortung angewiesen ist, wurde auch in den Laudationen deutlich. Dr. Reinhard Zinkann, Vorstandsvorsitzender der WWL, richtete bei seiner Ansprache zur Preisverleihung einen besonderen Appell an die junge Generation und brachte damit zugleich den Anspruch von socioMovens auf den Punkt: „Betrachtet Frieden nicht als etwas, das Euch von vorherigen Generationen übergeben wurde und nun einfach bestehen bleibt. Macht ihn zu Eurer Aufgabe.“ Bei der Verleihung des Jugendpreises würdigte Kardinal Michael Czerny die Arbeit des Jugendonetzwerks mit den Worten: „So wie socioMovens Europa hilft, ein lebenswerter Ort zu werden, möge Europa der Welt helfen, ein lebenswerter Ort zu werden.“

(Fotos: Johannes Ueberfeldt)