Wie viel Staat verträgt unsere Eigenverantwortung?

Prof. Dr. Stefan Ulrich Pieper im Gespräch über das Subsidiaritätsprinzip mit SWI-Geschäftsführer Christoph Dammermann in der neuen Folge des Podcasts "Engagiert in Westfalen".

Engagiert in Westfalen – Der Podcast für Eigenverantwortung

Wie viel Staat verträgt unsere Eigenverantwortung? Prof. Dr. Stefan Ulrich Pieper über Subsidiarität

Prof. Dr. Stefan Ulrich Pieper ist Rechtswissenschaftler, außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster und war in seiner Amtszeit als Justiziar Rechtsberater von fünf Bundespräsidenten. Bereits in seiner Dissertation beschäftigte er sich mit dem Subsidiaritätsprinzip als Beitrag zur Begrenzung staatlicher und überstaatlicher Kompetenzen.

Das Subsidiaritätsprinzip fordert staatliche Zurückhaltung, damit möglichst viel Eigenverantwortung und Eigenständigkeit des Einzelnen erhalten bleibt. Gleichzeitig bedeutet Subsidiarität nicht, Menschen allein zu lassen: Wo Einzelne oder kleinere Gemeinschaften überfordert sind, soll Unterstützung möglich sein – aber nur so lange, wie sie wirklich gebraucht wird.

Mit SWI-Geschäftsführer Christoph Dammermann spricht Pieper über das Subsidiaritätsprinzip, seine Ursprünge, seine juristischen Dimensionen und seine politische Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem richtigen Maß: Wie viel Freiheit braucht der Einzelne? Wann wird staatliche Hilfe notwendig? Und wo beginnt eine bevormundende Regulation, die Eigenverantwortung eher schwächt als stärkt?

Die Folge führt von den Grundlagen des Subsidiaritätsdenkens bis zu aktuellen Fragen politischer Ordnung: zur Balance zwischen individueller Freiheit und staatlicher Verantwortung, zwischen Vielfalt und Vereinheitlichung – bis hin zur Ebene der Europäischen Union.

Verfügbar ist der Podcast überall, wo es Podcasts gibt. Mit Video gibt es die Interviews unter: https://www.swi.nrw/podcast/ und auf unserem YouTube-Kanal