VR-Workshop in Münster klärt über psychische Erkrankungen auf

Lehrkräfte und Schülerinnen informierten sich beim VR-Workshop der Robert-Enke-Stiftung über psychische Erkrankung. Am 19.5.26 bietet die Stiftung Westfalen-Initiative einen schulübergreifenden Schüler-Präventionskongress.

VR-Workshop in Münster klärt über psychische Erkrankungen auf

Stiftung Westfalen-Initiative veranstaltet schulübergreifenden Präventionskongress

Am 25. März 2026 hat die Robert-Enke-Stiftung im Hansa-Berufskolleg Münster den 90-minütigen VR-Workshop „Impression Depression School“ für jeweils 20 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 8 durchgeführt. In getrennten Gruppen vermittelte das kostenfreie Angebot per Virtual Reality Einblicke in die Erlebniswelt von Menschen mit Depression und diente als freiwillige Vorbereitung auf den „Schüler-Präventionskongress“ am 19. Mai 2026 im Cineplex Münster. Die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl unterstützt Workshop und Kongress finanziell und organisatorisch.

Das Workshopangebot verbinde VR-Erfahrung, Wissensvermittlung, Reflexion und konkrete Handlungsoptionen, erklärte Gianluca Maione, Projektmanager der Enke-Stiftung, während der Veranstaltung. Ziel sei es, das Verständnis für psychische Erkrankungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und dazu zu ermutigen, im Schulalltag aufmerksam hinzusehen, Gespräche zu suchen und Betroffene sensibel zu unterstützen.

„Dieses Format fördert Eigenverantwortung: Wer für psychische Belastungen sensibilisiert ist, kann besser auf sich selbst achten und im Schulalltag dann auch anderen beistehen“, kommentiert Christoph Dammermann, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative.

Von Schülern für Schüler: „Schüler-Präventionskongress“ am 19.5.2026

Der Schüler-Präventionskongress am 19. Mai 2026 wird von Schülerinnen und Schülern moderiert und baut die gesetzten Impulse zur Information und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen weiter aus. Die Stiftung Westfalen-Initiative und die veranstaltende Agentur Get People erwarten rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie Schulsozialarbeiter umliegender Gymnasien, Realschulen, Gesamtschulen und Berufskollegs. Da die Veranstaltung bereits ausgebucht ist, bietet Get People ab 9:30 Uhr einen Live-Stream an, in dem Interviews mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie und Sozialarbeit stattfinden. Mit dabei ist Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann von der LWL-Universitätsklinik Hamm. „Ich finde es wichtig, dass wir über das Thema sprechen“, kommentiert Schüler-Moderatorin Helen im Vorfeld: „Viele kennen Depression oder mentale Belastung aus dem Freundeskreis oder Umfeld – und deshalb sollte man darüber offen reden.“