WestfalenBeweger startet in Hamm
Sieben ausgewählte Organisationen aus Westfalen sind mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum in Hamm in das Coachingprogramm der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl gestartet.
Sieben Organisationen aus Westfalen sind in Hamm in den WestfalenBeweger 2025/26 gestartet. Bei der gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Zentralbibliothek im Heinrich-von-Kleist-Forum kamen die Teilnehmenden erstmals als Gruppe zusammen, lernten ihre Coaches kennen und markierten den Beginn eines mehrmonatigen Entwicklungsprozesses. Das Programm der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl begleitet Vereine, Initiativen und Stiftungen, die vor konkreten organisatorischen Herausforderungen stehen, in der Regel über acht bis zwölf Monate hinweg.
Die diesjährige Runde zeigt, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement in Westfalen ist. Wolkenschieber e.V. aus Gütersloh begleitet trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Die Bürgerstiftung Sendenhorst Albersloh bringt Menschen zusammen, die sich für ihre Stadt einsetzen und Mitverantwortung übernehmen wollen. Move and Meet e.V.aus Münster schafft Sport-, Bildungs- und Begegnungsangebote insbesondere für Frauen und Mädchen mit und ohne Migrations- oder Fluchterfahrung sowie für weitere Menschen, die Diskriminierung erfahren. Regionalwert Münsterland setzt sich für eine zukunftsfähige Land- und Ernährungswirtschaft sowie für ökologisch und sozial nachhaltig produzierte Lebensmittel in der Region ein.
Hinzu kommen der Evangelische Kirchbau- und Förderverein Lössel e.V., der die Brunnenkirche in Iserlohn-Lössel als offenen Ort für Gemeinde, Stadtteil und Kultur erhalten will, die Initiative Alfred Zingler-Haus e.V. aus Gelsenkirchen, die ehrenamtlich ein Quartierszentrum mit sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Angeboten betreibt, sowie herzklar e.V. aus Herzebrock-Clarholz, das Kinder und Familien im ländlichen Raum mit Kursen, Austausch und Bewegungsangeboten stärkt.
So unterschiedlich die Aufgabenfelder der ausgewählten Organisationen sind, so ähnlich sind oft ihre strukturellen Fragen. Themen wie Mitgliedergewinnung, Generationenwechsel, Zusammenarbeit im Team, strategische Ausrichtung oder Organisationskultur gehören zu den Herausforderungen, an denen der WestfalenBeweger ansetzt. Gerade für ehrenamtlich getragene Organisationen sind dies Fragen, die erhebliche Kräfte binden und die eigentliche Arbeit für das Gemeinwohl erschweren können.
Mit der Runde 2025/26 entwickelt die Stiftung den WestfalenBeweger konsequent weiter. Das 2010 gestartete Format war ursprünglich als Engagement-Wettbewerb angelegt; heute steht die prozessbegleitende Unterstützung von Organisationen im Mittelpunkt. Statt der Prämierung bereits abgeschlossener Lösungen setzt die Stiftung nun auf individuelle Begleitung, klare Zielvereinbarungen sowie messbare Ergebnisse.
Der Auftakt in Hamm bot darüber hinaus Raum für Austausch zwischen Engagierten aus unterschiedlichen Regionen und Arbeitsfeldern. Damit wird ein Grundgedanke des WestfalenBewegers sichtbar: Engagement nicht nur zu fördern, sondern auch Erfahrungen, Perspektiven und Lösungswege in Westfalen miteinander in Verbindung zu bringen.















