Zukunftsforum "Familien und Resilienz": Gemeinsam stark für gute Startchancen
Zukunftsforum „Familien und Resilienz“: Gemeinsam stark für gute Startchancen
Münster, 20. November 2025.
Wie können Familien gestärkt, Übergänge im Bildungssystem besser begleitet und Resilienz als gemeinsame Aufgabe verstanden werden? Diese Leitfrage stand im Mittelpunkt des Zukunftsforums „Familien und Resilienz“, das der Kooperationsverbund aus Education Y, der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl und dem Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster am 20. November im Bennohaus ausrichteten. Eltern, Lehrkräfte, Kita-Fachkräfte und weitere Bildungsakteure kamen zusammen, um Perspektiven auszutauschen und neue Impulse zu setzen.
Im Zentrum der Diskussionen stand die Bedeutung von Eigenverantwortung und Vertrauen. Christoph Dammermann, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative hob hervor, dass Resilienz immer auch mit Selbstwirksamkeit verbunden ist – und dass ein starkes Schulsystem die Familie als zentralen Partner braucht. Rebecca Melzer, zuständige Projektreferentin bei der Stiftung, ergänzte, dass Familien als kleinste gesellschaftliche Einheit eine Schlüsselrolle in einer subsidiär organisierten Gesellschaft einnehmen und deshalb Angebote benötigen, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.
Dr. Julia Krämer-Deluweit und Judith Heider-Keßler von Education Y gaben Einblicke in das Resilienzprojekt, das bereits in mehreren Münsteraner Stadtteilen läuft. Sie thematisierten sowohl die positiven Erfahrungen als auch die Vorbehalte gegenüber dem Begriff Resilienz. Das Projekt stärke Familien durch alltagsnahe Übungen, Achtsamkeitsimpulse und die Förderung sozialer Beziehungen. Dabei betonen sie, dass diese Angebote entlasten und nicht zusätzlich belasten sollen. Für 2026 stehen die Verstetigung in Münster und eine mögliche Ausweitung in andere Gemeinden Westfalens im Mittelpunkt.
Aus Schule und Elternschaft kamen zahlreiche Rückmeldungen, die die Wirksamkeit des Ansatzes bestätigten: Niedrigschwellige Angebote fördern Austausch, schaffen Unterstützung unter Eltern und bauen Hemmschwellen ab. Übergänge – etwa zwischen Kita und Grundschule – gelingen leichter, wenn Eltern sich vernetzen und voneinander lernen.
Charlotte Winkler vom Amt für Schule und Weiterbildung betonte, wie stark der Bildungserfolg von den Ausgangsbedingungen im Elternhaus beeinflusst wird. Ziel müsse sein, gleiche Startchancen für alle Kinder zu schaffen – durch Angebote, die Eltern erreichen, stärken und einbinden.
Ein zentrales Thema war die Frage nach der Zukunft des Projekts. Während der Kooperationsverbund eine Verstetigung anstrebt, wird zugleich diskutiert, wie Schulen die Inhalte langfristig eigenständig integrieren können. Einigkeit bestand darüber, dass vertrauensvolle Beziehungen, Optimismus und niedrigschwellige Zugänge entscheidende Gelingensbedingungen sind.
Abschließend formulierten die Teilnehmenden per Mentimeter-Umfrage, mit welchem empowernden Gedanken sie nach Hause gehen. Die Antworten machten deutlich: Das Forum hat Mut gemacht, Gemeinschaft gestiftet und gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit von Familien, Schulen und Stadtteilen liegt.
Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost durchgeführt.
















